Vanessa
Expertin für ganzheitliche Frauengesundheit
Kennst du diese leise Stimme in dir?
Die, die sich meldet, wenn du morgens in den Spiegel schaust und denkst:
„Ich sehe müde aus.“ Die, die abends auftaucht, wenn du im Bett liegst und dein Tag wie eine To-do-Liste an dir vorbeizieht:
„Heute hast du wieder nicht alles geschafft.“ Oder die Stimme, die dich vergleichen lässt:
„Warum kriegen andere das besser hin als ich?“
Wenn du Anfang oder Mitte 40 bist, Familie hast und dein Alltag von Verantwortung geprägt ist, dann kennst du diese Stimme wahrscheinlich sehr gut. Viele Frauen in dieser Lebensphase erleben etwas, das kaum jemand offen anspricht:
Sie funktionieren nach außen – aber innen sind sie oft streng mit sich selbst.
Dieser Artikel ist für dich. Und für jede Frau, die spürt:
Ich möchte nicht mehr nur für alle anderen da sein. Ich möchte mich wieder selbst erkennen.
Warum die innere Kritikerin gerade mit 40 lauter wird
Mit Anfang 40 verändert sich vieles. Die Kinder werden selbstständiger und man merkt: Sie brauchen einen weniger.
Gleichzeitig tauchen neue Fragen auf:
War das alles?
Wer bin ich, wenn meine Rolle sich verändert?
Wie will ich die zweite Hälfte meines Lebens gestalten?
Und genau hier wird die innere Kritikerin oft lauter. Denn sie liebt Sicherheit. Sie mag klare Rollen: Mutter. Ehefrau. Organisatorin.
Wenn diese Rollen sich verändern, entsteht Raum. Und Raum kann sich zuerst wie Unsicherheit anfühlen.
Die Kritikerin versucht dann, Kontrolle zurückzugewinnen und das meistens durch Selbstkritik.
Sie sagt:
„Reiß dich zusammen.“
„Sei nicht so unzufrieden.“
„Sei dankbar.“
„Andere haben es schwerer.“
Doch in Wahrheit verbirgt sich unter dieser Strenge oft etwas ganz anderes: Angst vor Veränderung.
Die Wahrheit: Du bist nicht zu sensibel, du bist im Übergang
Viele Frauen denken:
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Doch was, wenn mit dir alles stimmt?
Was, wenn diese Phase kein Zeichen von Undankbarkeit ist – sondern ein natürlicher Übergang?
Die Lebensmitte ist kein Defekt.
Sie ist eine Schwelle.
Du beginnst, dich selbst wieder zu hören.
Nicht nur die Bedürfnisse deiner Kinder.
Nicht nur die Erwartungen deines Umfelds.
Sondern deine eigenen.
Und genau das irritiert deine innere Kritikerin.
Denn sie wurde über Jahre trainiert, dich angepasst, stark und leistungsfähig zu halten. Sie wollte dich schützen – vor Ablehnung, vor Fehlern, vor Kritik.
Aber heute bist du keine 20 mehr.
Du musst dich nicht mehr beweisen.
Woher kommt die innere Kritikerin?
Die innere Kritikerin entsteht nicht einfach so.
Sie ist das Ergebnis von Erfahrungen, Erwartungen und gesellschaftlichen Rollenbildern.
Vielleicht hast du früh gelernt:
Sei nicht so empfindlich.
Streng dich an.
Sei brav.
Sei liebenswert.
Viele Frauen haben verinnerlicht, dass sie dann wertvoll sind, wenn sie leisten, funktionieren und niemandem zur Last fallen.So wurde die Kritikerin zu einer Art innerer Aufpasserin. Ihr Ziel war deine Sicherheit.
Doch heute darfst du prüfen:
Brauche ich diese Strenge noch?
So erkennst du die Stimme der Angst
Ein erster Schritt ist, unterscheiden zu lernen:
Es gibt eine Stimme der Angst und es gibt eine Stimme deiner Wahrheit.
Die Stimme der Angst sagt:
„Du bist nicht genug.“
„Du machst es falsch.“
„Andere sind besser.“
„Du darfst nicht mehr wollen.“
Die Stimme deiner Wahrheit klingt anders:
„Ich bin müde.“
„Ich brauche Unterstützung.“
„Etwas in mir möchte wachsen.“
„Ich sehne mich nach mehr Freiheit.“
Die Kritikerin bewertet und ist kritisch. Deine Wahrheit beschreibt unsere Situation und unsere wahren Gefühlen. Diese Unterscheidung ist sehr kraftvoll und von entscheidender Bedeutung.
Eine kleine Übung: Die Kritikerin entlarven
Wenn du möchtest, probiere heute Folgendes:
Nimm dir ein Notizbuch und immer wenn diese kritische Stimme auftaucht, schreibe auf:
Was sagt sie genau?
In welcher Situation?
Was brauchst du in diesem Moment wirklich?
Du wirst überrascht sein. Oft liegt unter der Selbstkritik:
Müdigkeit
Überforderung
Sehnsucht
Unsicherheit
der Wunsch nach Anerkennung
Und unter all dem liegt ein ganz natürlicher Wunsch: Sicher und geliebt zu sein.
Wenn du diese Übung regelmäßig machst, wirst du merken, wie deine innere Kritikerin nach und nach leiser wird und deine innere Stärke wächst.
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